Globalisierung, die G8 und deren "Gegner"

Im Sommer 2007 wird unser beschauliches M-V erstmals in den Mittelpunkt des Interesses der gesamten Weltöffentlichkeit geraten. Der Grund ist wenigerfreulich. In Heiligendamm trifft sich die Gruppe der 8. Es handelt sich um die Vertreter der 7.führenden westlichen Industrienationen und Russland. Diese treffen sich einmal im Jahr, um über Finanz- und Währungsfragen zu beraten. Ein Kurzer Blick in die Geschichte. 1975 trafen sich erstmals die Staats- und Regierungschefs Japans, Italiens, Frankreichs, Englands, Deutschlands und der USA. Später Kamen Kanada und Russland dazu. (Dieses ist allerdings von einigen währungspolitischen Beratungen ausgeschlossen.)

Mittlerweile stehen Außenpolitische Fragen im Vordergrund. Tagungsorte sind wechselnde Ortschaften in den Mitgliedsländern. Deutschland ist das fünfte mal Gastgeber. (1978 und 85Bonn,1992 München,1999 Köln) Im Vorausfinden Treffen der Außenminister statt. Die G8 vereinigen 50% des Welthandels und zwei Drittel des Weltbruttonationaleinkommens auf sich

Das beherrschende Thema der letzten Jahre lautet „Globalisierung“. Unter Globalisierung verstehen wir, die zunehmende weltweite, soziale, wirtschaftliche, kulturelle und kommunikative Verflechtung und Vernetzung.
Diese wurde möglich durch technischen Fortschritt und Liberalisierung des Welthandels. Unterstützt werden diese Prozesse durch Organisationen, wie Welthandelsorganisation (WTO), Weltbank und internationaler Währungsfond (IWF).Von zunehmender Bedeutung sind große Konzerne, die sich über Ländergrenzen hinweg zu so genannten „Global Playern“
zusammen schließen.
Welche verheerenden Auswirkungen die Politik der G8 in Zusammenarbeit mit diesen Organisationen haben kann, zeigt ein „großzügiger“ Schuldenerlass an die Länder der dritten Welt. Während überall große Freude herrschte, kam aus Kenia heftige Kritik. Dort hatte man seine Schulden regelmäßig bezahlt und fühlte sich nun regelrecht betrogen. So erzieht man die Menschen dazu, die Hände in den Schoß zu legen, statt das Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen.
Die Kapitalistische Lebenslüge „Entwicklungshilfe“ ist eine Erfindung weltfremder linker Politiker zur Beruhigung des eigenen schlechten Gewissens.

60% dieser immensen Summen sind ohnehin reine „Phantomgelder“. Es sind Beraterhonorare, Reisekosten und Gehälter der Entwicklungshelfer. Vom Rest finanzieren sich die Oberschichten ein Luxusleben, eine aufgeblähte Verwaltung und modernste Waffensysteme z. B. für Stammesfehden. Nur bei den wirklich Bedürftigen kommt nichts an. Opfer dieser Globalisierung sind alle Menschen, bis auf wenige Superreiche. Diese suggerieren uns das Fehlen jedweder Alternativen zu diesem System. Diese gibt es aber sowohl im Großen als auch im Kleinen. Südamerikanischen Staaten, wie Bolivien oder Kolumbien, lösen sich vom Herrschaftsanspruch vor allem der USA und kehren zu nationaler Souveränität zurück. Auch Kuba und Weißrußland zeigen mit mehr oder weniger Erfolg, daß es auch anders geht. Regionalwährungen und Kauf von „Fair Trade“ Produkten z. B. Kaffee sind Kampfmittel der „kleinen Leute“. All diese Beispiele zeigen echte Gegner der Globalisierung und ihrer Folgen. Sie tauchen allerdings recht selten in den Medien auf. Titelseiten und Schlagzeilen gehören meist weltfremden Künstlern wie Bob Geldof und Bono (V2) oder Politikern der „Kaviar-Linken“ wie Lafontaine oder Gysi. Oder der anonymen Masse der Krawallmacher und Gewalttäter die seit einigen Jahren die G8–Treffen begleiten. Ihnen ist gemein, daß auch sie vordergründig Globalisierung bekämpfen. Bei näherer Betrachtung muß man natürlich feststellen, daß sie nur Helfershelfer der Mächtigen sind. Nichts liegt ihnen ferner, als das Eintreten für einen starken Nationalstaat mit einer raumorientierten Volkswirtschaft. Denn nur dieser bietet Schutz vor den negativen Folgen der Globalisierung. Wirksame Steuerungsmittel können sein:

- Schutzzölle auf Billigimporte

- Beendigung von Subventionen und steuerlicher Förderung von Arbeitsplatzverlagerungen ins Ausland

- Streichung der Absetzbarkeit von Aufwendungen für internationale Tochterunternehmen

Außerdem müssen nationale und wirtschaftliche Interessen auf das Engste verknüpft werden.
Das ist natürlich nicht mit Leuten zu machen, denen schon bei den Worten „Nation“ und „Volk“ die Haare zu Berge stehen. Hier sieht man Globalisierer und ihre linken „Gegner“ in trauter Eintracht. Eine Öffnung der Weltmärkte geht immer einher mit einer Völkerwanderung von Arm zu Reich. Am Ende werden beide Verlierer sein. Natürlich kann man die Prozesse der Globalisierung nicht aufhalten. Das glauben höchstens noch einige „Steinzeitkommunisten“ in Nordkorea. Aber durch nationale Souveränität und Solidarität kann sie in andere Bahnen gelenkt werden. Nationalismus ist das Gebot der Stunde!

Susi Mehl

zurück | drucken Erstellt am Montag, 24. April 2006

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