Runder Tisch zur Grenzkriminalität in den Kaiserbädern

Am Montag den, 21.03.2011, fand im Haus des Gastes in den Kaiserbädern ein runder Tisch zum Thema Grenzkriminalität statt. Organisiert wurde diese Veranstaltung von der Historischen Gesellschaft und dem Handwerker- und Gewerbeverein. Angesichts des Themas versprach die Veranstaltung zwar brisant zu werden, aber es war klar, daß es kein zufriedenstellendes Ergebnis oder gar Lösungen geben würde. Und so kam es am Ende auch.

"Subjektive Wahrnehmung"

Im Podium saßen neben den beiden Moderatoren, Herr Spalink (für die Historische Gesellschaft) und Herr Schiela (für den Handwerker- und Gewerbeverein), jeweils vier Vertreter der polnischen und deutschen Polizei. Auffällig war, daß der Altersdurchschnitt der polnischen Beamten weitaus geringer war als der der deutschen Beamten von Bundes- und Landespolizei.

Mit der Frage an die Landespolizei, ob der Eindruck subjektiv sei, daß die Kriminalität seit der Grenzöffnung angestiegen ist, begann die Gesprächsrunde. Natürlich versuchten die Verteter der Landespolizei – allen voran Axel Falkenberg – mit vermeintlichen Statistiken ala Caffier zu vermitteln, daß der Eindruck natürlich nur subjektiv sei. Falkenberg sprach sinngemäß sogar davon, daß immerhin auch Deutsche in Polen auf Diebestour gehen würden und man das Ganze nicht überbewerten sollte – es gäbe halt eine gewisse Schieflage. Die polnischen Beamten erzählten anschließend, daß auf polnischer Seite 99 Prozent der Täter auch Polen sind und lediglich 1 Prozent Deutsche wären, die bei Tank- und Verkehrsdelikten auffallen.

Der Fraktionsvorsitzende der NPD in der Gemeindevertretung, Enrico Hamisch, meldete sich daraufhin zu Wort und bedankte sich bei den polnischen Beamten für ihre Ehrlichkeit und das sie im Gegensatz zu den deutschen keine ablenkende Augenwischerei betreiben. Das polnische Polizisten zu unserem Volk ehrlicher sind als die eigenen Landsleute, sei ein Armutszeugnis. Weiterhin ging er auf die steigende Kriminalität im gesamten Grenzraum zu Polen und Tschechei seit dem 21. Dezember 2007 ein. Daraufhin versuchte man aus dem Podium damit abzulenken, daß man an diesem Abend nur über die Kriminalität in den Bädern sprechen wolle.

Im weiteren Verlauf meldete sich der NPD-Gemeindevertreter Michael Gielnik zu Wort. Er betonte, daß die von der Polizei vorgetragen Zahlen trüben, da sie die Abwanderung und den Geburtenrückgang nicht berücksichtigen und demzufolge die Kriminalität angestiegen, zumindest aber nicht gesunken ist. Die darauffolgend Frage, ob Zahlen und Statistiken zur Kriminalität der einzelnen Reviere im Grenzbereich, die zum Innenministerium gehen und dann erst veröffentlich werden, vor ihrer Veröffentlichung von oben geschönt werden - was Beamte in persönlichen Gesprächen bestätigten –, blieb leider unbeantwortet. Aber keine Antwort ist ja bekanntlich auch eine Antwort!

Eigenverantwortung für Einbrüche und Diebstähle?

Die fragwürdige Forderung der Polizei nach mehr Eigenverantwortung der Deutschen, kommentierten die Nationalen mit der Frage, was die Einheimischen denn noch mehr machen sollten, als ihre Autos, Wohnungen, Häuser und Geschäfte zu verschließen, ja mittlerweile regelrecht schon zu verrammeln. Der Fingerzeig auf Deutsche - nach dem Motto „Ihr seit selber schuld, das man euch beklaut, weil ihre euer Eigentum nicht verbarrikadiert“ – war angesichts der Tatsache, daß 80 Prozent der knapp 100 Anwesenden im Publikum selber schon einmal Opfer von Grenzkriminalität wurden, eine Frechheit. Nein, die Verantwortung für das Desaster der Grenzkriminalität tragen allein die EU-hörigen Bonzen in Berlin und Schwerin!

Grenzen dicht - aber schnell!

Mit der Forderung einiger Anwesender, nach mehr Polizeipräsens und Kommunikation zwischen der deutschen und polnischen Polizei, wurde der runde Tisch dann mit einmal ziemlich zügig beendet. Die NPD sagt jetzt schon voraus, daß das letztendlich aber zu nichts führen wird, denn die Polizei kann – selbst wenn mehr Beamte zur Verfügung stehen – nicht überall sein. Die einzige Lösung ist die Wiedereinführung stationärer Grenzkontrollen und die Überwachung der Grenzen. Nur das wird Diebesbanden und Kleinkriminelle aus Osteuropa abschrecken und aufhalten, denn Grenzen waren sind und bleiben der wirksamste Schutz!
zurück | drucken Erstellt am Mittwoch, 23. März 2011