Grenzen dicht für Kriminelle!

Wie PI-Leiter Olaf Kühl erklärte, ist die Zahl der Straftaten im Jahr 2011 um 115 auf 18.170 gestiegen. Währenddessen sei die Aufklärungsquote von 57,7 Prozent (2010) auf 51 Prozent gesunken (Aufklärungsquote M-V: 58 Prozent).
 
Einen regional sehr starken Anstieg verzeichnete die Kriminalpolizei auf Usedom, wo es eine Zunahme um 1.000 Fälle auf 2.500 Straftaten gab. Die Diebesbeute bestand, vielmehr besteht  beispielsweise aus Autos, Lebensmitteln, Kosmetika oder Wasseruhren. Geklaut werde alles, „was nicht niet- und nagelfest ist“. Die Tätergruppen gingen dabei bestens organisiert vor.
 
In Vorpommern-Greifswald wurden 2011 rund 6.570 Tatverdächtige ermittelt. Der Anteil ausländischer Personen bewegte sich bei 12,4 Prozent. In der Region Pasewalk beläuft sich der Anteil ausländischer Tatverdächtiger auf etwa 20 Prozent. Wie viele osteuropäische Ganoven im vorpommerschen Raum tatsächlich ihr Unwesen treiben, wird sich wegen der sperrangelweit offenstehenden Grenze nicht feststellen lassen. 
 
Im Gespräch mit der Ostsee-Zeitung (Ausgabe 07.04.) versuchte es Kühl mit der Beschwichtigungs-Masche: „Das ist bei der Lage, wo auf der polnischen Seite viel mehr Einwohner leben, durchaus im normalen Bereich.“ Ein schwacher Trost für die geschädigten Privatpersonen und Geschäftsleute.
 
Um die Aufklärungsquote in diesem Jahr deutlich zu steigern, befände sich die Verstärkung auf der Insel Usedom bereits vor Ort. Beamte des Bäderdienstes würden diese verstärken.
 
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) spricht sich indes für eine weitergehende Aufstockung der Kräfte in Vorpommern aus. Käme die Wiedereinführung der alten, stationären Grenzkontrollen (wie von der NPD-Landtagsfraktion bereits mehrfach gefordert) hinzu, würde sich die Sicherheitslage im grenznahen Raum sichtlich entspannen.

zurück | drucken Erstellt am Sonntag, 15. April 2012

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