„Sozialtourismus“, so lautet das „Unwort des Jahres 2013“

Die Sprachwissenschaftlerin Nina Janich erklärte: „Mit dem Schlagwort wurde von einigen Politikern und Medien gezielt Stimmung gegen unerwünschte Zuwanderer, insbesondere aus Osteuropa, gemacht. Dies diskriminiert Menschen, die aus purer Not in Deutschland eine bessere Zukunft suchen.“

Das „Unwort des Jahres 2006“ war „Freiwillige Ausreise“: „Damit werde suggeriert, daß viele abgelehnte Asylbewerber vor einer Abschiebung „freiwillig“ in ihre Heimat zurückkehren. Tatsächlich hätten sie keine Wahl.“ so die Jury. Schon damals hat diese Jury gezeigt, daß sie in diese merkwürdige Merkel-Demokratie paßt.

Immer wieder werden mißliebige Äußerungen oder Wörter als politisch unkorrekt bezeichnet oder schaffen es sogar zum „Unwort des Jahres“. Mal ist es der „Neger“ bei Pippi Langstrumpf, ein anderes Mal „Sozialtourismus“. Doch dieser Begriff spiegelt nun einmal die derzeitige Situation in der BRD wieder. Unser Sozialsystem wird von nicht wenigen unter diesen Armutsflüchtlingen ausgeplündert.

„Bulgaria schlecht, Deutschland besser“

Die SPIEGEL TV Reportage vom 18. August 2013 hat unter dem Titel „Rumänen, Bulgaren, Tschetschenen. Der neue Treck gen Westen.“ gezeigt, daß es viele Armutsflüchtlinge nur auf unsere Sozialsysteme abgesehen haben.

Ein kurzer Einblick: In Plovdiv, einer Stadt in Bulgarien, haben sich die Vorzüge des deutschen Sozialstaates herumgesprochen. Im Elendsviertel der Stadt sind 90 Prozent arbeitslos, und versuchen nach Deutschland zu gelangen. Der Bulgare „Assis“ hat aus der Not ein Geschäft gemacht. Er versorgt „Ausreisewillige“ mit dem nötigen Wissen und den nötigen Anträgen. Assis, im Grunde ein moderner Schleuser, verdient pro ausgefüllter Seite 5 Euro. In dem Elendsviertel definitiv ein lohnendes Geschäft. Auf die Frage, wie viele nach Deutschland kommen wollen, antwortet er: „3.000 – 4.000, alle nach Deutschland, da kriegen Sozialhilfe, Hartz IV, kriegen alles.“.

Auch Katja lebt in Plovdiv, ist aber auch in Dortmund gemeldet und kassiert Kindergeld, denn das Kindergeld in Bulgarien beträgt lediglich 20 Euro. Da kann man es sich mit dem Kindergeld aus Deutschland schon mal gut gehen lassen.

Natürlich muß die SPIEGEL-Reportage auch ein anderes Bild vom „Land ihrer Träume“ darstellen, und so beginnt sie mit fleißigen Tagelöhnern, die in teuren Sportsachen auf Arbeitssuche sind und um ihr wohlverdientes Geld betrogen werden.

Keine Toleranz für Feiglinge und Armutsflüchtlinge

Doch nicht wenige sind schlicht zu feige und zu bequem, um für ein besseres Leben in ihrer Heimat zu kämpfen. Der im Moment viel hofierte Patrick Dahlemann (SPD) fand während einer NPD-Kundgebung in Torgelow für Flüchtlinge klare Worte: „Das sind Menschen, die freiwillig bereit sind, ihre Heimat zu verlassen, weil sie Angst um ihr Leben haben, weil sie sich davor fürchten müssen, ihre politische Meinung zu vertreten.“.

Doch Respekt und Bewunderung haben nur die Menschen verdient, die – egal ob in Ägypten, Palästina oder wo auch immer – auf die Straße gehen und sich nicht in die soziale Hängematte legen.

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