Kriegerdenkmal erhitzt die Gemüter

Nicht nur der Warener Stadtvertreterin Doris Zutt (NPD) liegt das ehrwürdige Kriegerdenkmal „Am Mühlenberg“ am Herzen, sondern auch vielen, gerade älteren Mitbürgern. Für die nächste Sitzung beauftragte sie daher den Stadtpräsidenten, einen Antrag zur Denkmalpflege auf die Tagesordnung zu setzen.

Das Denkmal befindet sich nämlich schon – wie leider so viele deutsche Grab- und Gedenkstätten – seit geraumer Zeit in einem miserablen Zustand. Die Tafeln mit den Namen der Gefallenen sind nur noch schwer lesbar und die nähere Umgebung stark durch Pflanzenwuchs überwuchert.
Dennoch wurde der Antrag in der Stadtvertretung abgelehnt. Bürgermeister Günter Rhein (SPD) begründete dies pauschal mit fehlenden finanziellen Mitteln. Hierzu äußerte sich Zutt wie folgt:
„Das ist der Dank des Vaterlandes; so geht man heute mit gefallenen deutschen Soldaten um.“
Weiter kündigte sie an, das Denkmal gemeinsam mit deutschgesinnten Jugendlichen eben selbst zu reinigen, wenn sich die Stadt verweigere. Doch bevor es dazu kam, wurde die Grabstätte plötzlich durch den Müritzer Rotary Club instand gesetzt. Nun strahlt sogar die Siegesgöttin Victoria im Scheinwerferlicht.

Die Presseschmierer des Nordkuriers sahen darin eine „Lehrstunde“, um der NPD das Wasser abzugraben. Ob der Rotary Club oder irgend jemand anders sich allerdings ohne Antrag der NPD überhaupt in Bewegung gesetzt hätte?

Eigentlich ist es schon äußerst traurig, daß sich unsere Kommunen sich nicht selbst in der Lage sehen, die vorhandenen Gedenkstätten selbst zu reinigen und erst darauf warten, daß Privatpersonen oder Vereine die Pflege solcher Anlagen übernehmen. Während sonst für jeden Mist Geld ausgegeben wird, versucht man sich beim Andenken unserer Ahnen tot zu sparen. Eine traurige Zeit!

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