NPD fordert die Errichtung eines Musikpavillons in der Stadt Waren

Mit dieser Initiative wollte die NPD-Stadtvertreterin Doris Zutt in Erinnerung rufen, daß die Stadt Waren zwar den Namenszusatz „staatliches Heilbad“ führt, aber das Musikalische in der Stadt mehr und mehr in den Hintergrund gerät.

Waren ist eins von drei Städten, die die Anforderungen für den Status „staatliches Heilbad“ in Mecklenburg-Vorpommern erfüllt haben. Das Landessozialministerium vergibt diesen Titel. Ausschlaggebendes Kriterium, war die Fertigstellung des neuen Kurzentrums im Sommer dieses Jahres, das die Voraussetzungen der Stadt damit gänzlich erfüllt hatte.

Die Nationale Doris Zutt forderte die kulturellen Möglichkeiten in der Stadt mehr in den Fokus zu legen und führte aus: „Wenn man schon den Titel Heilbad führt, hat die Stadt auch eine Verpflichtung für seine Bürger und Gäste übernommen. Es ist wohl der Nationalpark, das Müritzeum und die Müritz vorhanden, aber die musikalische Kultur kommt zu kurz. Die Sonntagskonzerte am Hafen wurden eingestellt. Was aber in einem Heilbad wie Waren fehlt ist ein Pavillon für Konzerte, wie sie in Ahlbeck oder Heringsdorf zu finden sind, zumal man ja auch im Wettbewerb mit den genannten Orten um die Gäste steht.“

In der anschließenden Abstimmung zeigten die feinen Damen und Herren Stadtvertreter, was Sie von einer breiter angelegten kulturellen Landschaft halten und lehnten den Vorstoß der NPD ab. Gaben die Vertreter der Linken in der Mai-Sitzung noch ihre Zustimmung für einen Antrag der Nationalen, lehnte man die Initiative um den Musikpavillion ab. Damals scheute man sich nicht die Forderung der NPD, um einen Mindestlohn von 10,- Euro zu unterstützen, da DIE LINKE selbiges vertritt. Als selbsternannte Verfechter und Retter in Sachen Kultur und Musik zeigen sich die Linken all zu gern, in Waren allerdings wollten sie davon nichts mehr wissen.

Sauber in den Herbst

Ein zweiter Antrag der NPD, beschäftigte sich mit der Reinigung des städtischen Brunnens. Ziel war es, den Metallring am Brunnen auf dem neuen Markt zu säubern, damit man die Initialen wieder lesen kann. Auch diesem Anliegen versperrten sich die restlichen Warener Stadtvertreter. Dem großen Vorhaben „Seepark Waren an der Müritz“, signalisierte Doris Zutt ihre Zustimmung, somit würde der dort noch vorhandene Schandfleck endlich der Vergangenheit angehören.

Stasimethoden in der Stadtverwaltung?

Besonders aufschlussreich war eine Beschwerde des Stadtvertreters Toralf Schnur (FDP) im Bezug zur Akteneinsicht in den städtischen Ausschüssen. Hierzu unterlief dem Bürgermeister Günter Rhein (SPD) sprichwörtlich ein Bumerang, als er erklärte: „Er habe allen Mitarbeitern der Stadtverwaltung die Anweisung gegeben ihm mitzuteilen, wenn sich Stadtvertreter in der Stadtverwaltung aufhalten und aus welchen Gründen.“ Hierzu meldete sich Doris Zutt zu Wort und empfahl dem Bürgermeister in allen Amtsräumen Überwachungskameras anzubringen, denn dann ist der Überwachungsstaat wieder perfekt eingerichtet. Vielleicht wolle aber auch der Bürgermeister die Loyalität seiner Angestellten zu seiner Person gleich mit überprüfen.

Die NPD-Stadtvertreterin Doris Zutt empfand diese Anweisung als eine Schweinerei. Die Anweisung des Bürgermeisters nahmen die Vertreter der SPD und CDU ohne Aufregung zu Kenntnis. Wussten sie vielleicht, daß diese Vorgehensweise nur den Stadtvertretern gilt, die dem Bürgermeister unbequem erscheinen? Über diesen Teil der Sitzung werden sie im hiesigen Blätterwald aber wohl kaum ein Wort lesen.

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