Kein Fahrrad fahren im Winter

Auf der außerordentlichen Stadtvertretersitzung, am 16. Dezember 2010, traf sich zum letzten Mal in diesem Jahr der demokratische Block plus NPD-Mann in Eggesin.

Bei der Einwohnerfragestunde meldete sich ein Eggesiner Bürger zu Wort. Er machte auf die Problematik der Radwege aufmerksam, die wegen den Schneefällen der letzten Tage nicht oder nur teilweise geräumt und deshalb auch nicht befahrbar sind. Nach kurzem Gelächter einiger Stadtvertreter bekam er von Andreas Texter (Ordnungsamtsleiter) zu hören, daß man für überregionale Radwege nicht zuständig sei, daß Fahrradwege nicht verkehrswichtig wären und daß es finanziell nicht möglich sei, die Radwege in einen sommerlichen Zustand zu versetzen. Er riet dem Bürger, das Fahrrad stehenzulassen und öffentliche Verkehrsmittel zunutzen.

Die Idee der öffentlichen Verkehrsmittel scheint im ersten Augenblick sinnvoll. Doch in Zeiten der finanziellen Not ist das Fahrrad die günstigste Alternative. Ganz nebenbei grenzt es schon an Überheblichkeit jemanden vorzuschreiben, wie er sich fortbewegen soll. Radwege sind überdies sehr verkehrswichtig. Allein für die Kinder, die einen etwas weiteren Weg zur Schule haben, ist es von Nöten, daß sämtliche Radwege sicher und befahrbar sind. Und auch das Argument der begrenzten finanziellen Möglichkeiten stellte sich im weiteren Sitzungsverlauf als Gerede heraus.

Matthias Panhey (NPD) stellte den Antrag – und das nicht zum ersten Mal – „Entschädigungen für Stadtpolitiker kürzen“. Wie erwartet wurde dieser Antrag nicht auf die Tagesordnung genommen und erneut zerredet. Der Nationale Stadtvertreter brachte seinen Unmut zum Ausdruck und mahnte alle Anwesenden, endlich sinnvolle Politik für Eggesin zu machen. Wieder einmal vergeht kostbare Zeit, in der Geld verschwendet wird.

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