Geht doch – Stralsunder Gedenkstein aufgrund eines NPD-Antrages gereinigt

„Demokratische“ Gepflogenheit in den kommunalen Parlamenten ist es, daß NPD-Anträge entweder von der Tagesordnung gestrichen oder einfach in Blockparteien-Manier abgelehnt werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob ein Antrag zum Wohle der Bürger oder der jeweiligen Gemeinde bzw. Stadt ist. Auch die Bürgerschaft Stralsund ist da leider keine Ausnahme. Überraschenderweise war es auf der letzten Bürgerschaftssitzung in Stralsund anders.

Der NPD-Abgeordnete stellte einen Antrag, mit dem der Oberbürgermeister und die Verwaltung beauftragt werden sollten, den im Stadtwald befindlichen Gedenkstein wieder in einen ehrwürdigen Zustand zu versetzen. Der Gedenkstein wurde in Erinnerung an den 19-jährigen Oberfähnrich Hans-Ernst Meyer errichtet, welcher als Pilot am 13. März 1945 bei einem Übungsflug an dieser Stelle verunglückte. Unter anderem sollten die unansehnlichen Graffiti -Schmierereien am Gedenkstein entfernt und der Platz um den Grabhügel für Trauernde wieder zugänglich und würdevoll hergerichtet werden. Dies alles sollte bis zum Volkstrauertag geschehen.

Als der Antrag dann auf der Tagesordnung zur Sprache kam, meldete sich sofort der Oberbürgermeister (OB) Alexander Badrow mit den Worten „erledigt“ . Auf Nachfrage Arendts, was Badrow mit seiner Ausführung ausdrücken wolle, gab der OB bekannt, daß der Fliegergedenkstein von der Stadt bereits gereinigt worden sei.

Auf die Frage, wann die Reinigung des Fliegergedenksteines durch die Stadt geschehen sein soll, erhielt Arendt die Anwort “Mitte letzter Woche“. Arendt merkte an, daß der Antrag bereits mehrere Tage vor der städtischen Umsetzung eingereicht wurde und bedankte sich daraufhin für die schnelle Umsetzung des NPD-Antrages.

Zugleich unterbreitete Arendt der Stadt den Vorschlag , das man es doch künftig immer so handhaben könne, daß gestellte NPD-Anträge noch vor der Abstimmung vom Oberbürgermeister und der Verwaltung umgesetzt werden – „dadurch sparen wir enorm Zeit und die NPD Anträge müssen nicht immer von den Blockparteien abgelehnt werden“, so Arendt abschließend.

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