Zweite Bürgerschaftssitzung in Stralsund

Am 10. September fand in Stralsund die zweite Bürgerschaftssitzung dieser Legislaturperiode statt. Der NPD-Bürgerschaftsabgeordnete Dirk Arendt stellte gleich zu Beginn der Sitzung einen Dringlichkeitsantrag.

In diesen forderte Arendt die Bürgerschaft auf zu beschließen, dass bis spätestens 06. Oktober diesen Jahres die Gedenktafel für die Opfer des alliierten Bombenangriffes auf die Hansestadt wieder für Trauernde gereinigt und wieder zugänglich gemacht wird. Hintergrund des Dringlichkeitsantrages ist, das sich dieses Jahr zum 65.Mal der dritte und zugleich von seiner Auswirkung her der verheerendste angloamerikanische Bombenangriff auf Stralsund jährt. Über 800 Menschen fanden am 06. Oktober 1944 den qualvollen Tod. Ausgelöst von 368 Tonnen Brand- und Sprengbomben.

An den Anfang seiner Antragsbegründung stellte Arendt eine bekannte Gedichtzeile: “Ein Volk ist nur soviel wert, wie es seine Toten ehrt!“ „Es ist wichtig dass wir unseren Opfern des alliierten Bombenterrors des 06. Oktobers erwürdig gedenken können. Die Hansestadt wurde daher aufgefordert bis zum 06.Oktober diesen Jahres, die Gedenktafel in der Ossenreyerstraße von Gestrüpp und Unrat zu befreien, sowie den Bauzaun so versetzen, daß ein würdevolles Gedenken wieder möglich ist“. so Arendt weiter.

Mehrmals ging er auf die Wichtigkeit der Gedenktafel für ein würdevolles Gedenken der Opfer ein und forderte die Hansestadt auf sofort die angesprochenen Mißstände zu beseitigen.

„Es kann und darf nicht sein, das es zum 65. Jahrestag nicht möglich sein soll, den deutschen Opfern des Bombenterrors die Ehre zu erweisen die Ihnen gebührt“. so Arendt
Zugleich forderte er die Abgeordneten auf, über alle Parteigrenzen hinweg, seinen Antrag zu unterstützen.

Wie nicht anders zu erwarten wurde der Dringlichkeitsantrag mehrheitlich abgelehnt. Nur der CDU- Abgeordnete Schumann bewies Anstand und stimmte mit Arendt für den Antrag. Die 40 verbliebenen Abgeordneten stimmten ohne jegliches Schamgefühl, in bekannter Blockparteienmanier gegen den NPD-Dringlichkeitsantrag. Denn während in Stralsund jedes Jahr unzählige Stolpersteine verlegt werden und erst kürzlich andere Friedhöfe teuer saniert wurden, haben jene Abgeordneten nichts für die deutschen Opfer übrig.

Dies ist nur ein weiterer Beweis für die Charakterlosigkeit zahlreicher Mitglieder der Stralsunder Bürgerschaft. Arendt machte abschließend deutlich, daß die nationale Opposition, ungeachtet der äußeren Umstände, die Toten unseres Volkes nicht vergessen wird.

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