Wunsch ist Wunsch – Bürgermeister Block bekommt 456 Asylanten

Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte steckt tief im Asylschlamassel fest. Während die Verantwortlichen Anfang Juli noch von 1.800 Asylanten ausgingen, die bis Jahresende im Kreisgebiet unterzubringen seien, wurde diese Prognose erst auf 3.600 und aktuell auf 7.300 erhöht. Eine erneute Korrektur nach oben ist natürlich nicht ausgeschlossen.

Für die Kleinstadt Friedland bedeutet das insgesamt 456 unterzubringende Asylbewerber. Auf diese Weise könnte sich ein „Wunsch“ von Bürgermeister Wilfried Block schneller als erwartet erfüllen. Selbiger hatte nämlich in einem Interview mit der WELT noch unlängst geprahlt, dass seine Stadt angesichts des Bevölkerungsrückgangs sogar Kapazitäten für 600 Personen hätte. Er wollte einfach – ohne Rücksicht auf Verluste – viele leer stehende Wohnungen mit Asylanten vollstopfen.

Asylchaos weites sich aus

Im Friedländer Asylantenheim befinden sich derzeit 122 Ausländer. Hinzu kommen 17 dezentral gelegene Wohnungen im Stadtgebiet. Erst kürzlich trafen wieder unangekündigte Busse mit „Flüchtlingen“ ein. Die Gesamtzahl aller Asylanten der Stadt beläuft sich mittlerweile auf rund 200 Personen. Zusätzlich zu den Unterkünften in Friedland sollen demnächst im Ortsteil Eichhorst und in den weiteren Dörfern des Amtsbereichs Friedland Asylbewerber untergebracht werden. Die Gemeinden Galenbeck und Datzetal meldeten dem Landkreis gegenüber bereits leestehenden Wohnraum. Die Zahlen und Fakten, die das Friedländer Stadtoberhaupt während der Stadtvertretersitzung Ende September präsentierte, waren gravierend.

Eichhorst-Asyl

Im Friedländer Ortsteil Eichhorst werden in den beiden Wohnblöcken bald Asylanten untergebracht.

Der steigende Asylstrom versetzte die Verwaltung außerdem in die Notsituation, einen sogenannten „Krisenstab Asyl“ zu bilden. Nach Aussagen des Bürgermeisters ist es schon jetzt möglich, dass nachts unvorhergesehen Reisebusse weitere „Flüchtlinge“ in die Stadt bringen könnten. Darüber hinaus scheint auch eine Wiederinbetriebnahme der alten Asylunterkunft in Friedland Bauersheim nicht mehr ausgeschlossen zu sein. Das Gebäude befindet sich mittlerweile in Privateigentum. Ob es bereits dem Landkreis als Asylstandort angeboten wurde, dazu konnte (oder wollte) sich Block nicht äußern.

Asyl hat nichts mit Integration zu tun    

In einer hitzig geführten Debatte zur Asylproblematik meldete sich NPD-Stadtvertreter Hannes Welchar zu Wort. Er führte aus, dass die massenhafte Unterbringung ausländischer Personen aus vollkommen gegensätzlichen Kulturkreisen völliger Wahnsinn sei. Über 219.000 Personen halten sich schätzungsweise ohne Registrierung in der BRD auf. Illegale Grenzübertritte sind längst an der Tagesordnung. Selbst Innenminister Lorenz Caffier (CDU) kam nicht umhin, gegenüber den Medien zuzugeben, dass mindestens ein Viertel der angeblich aus Syrien kommenden Flüchtlinge gar nicht aus Syrien sondern aus anderen arabischen oder afrikanischen Ländern stammt.

Das Boot ist voll

Angesichts der aktuellen Ereignisse bekräftigte die NPD-Fraktion ihre Forderung nach einem sofortigen Aufnahmestopp von „Flüchtlingen“ für Friedland. Sollte die Entwicklung so weiter gehen, würde sich zwar – der Vorstellung des Bürgermeisters Rechnung tragend – die Wohnungsgesellschaft Friedland (WGF) finanziell gesund stoßen. Doch die Besetzung von Wohnraum durch „Flüchtlinge“ wird dennoch auf Kosten der Steuerzahler durchgeführt. Unterm Strich ist Blocks Asylspekulation also ein Minusgeschäft. Zudem bleibt die offene Frage im Raum stehen, wer denn nun wirklich „Flüchtling“ ist und warum die abgelehnten Asylbewerber nicht umgehend abgeschoben werden.

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