Landrat gefährdet Sportvereine in der Seenplatte

Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte geht es den Sportvereinen an den Kragen. Um die marode Haushaltskasse mit Mehreinnahmen zu sanieren, werden nun die Nutzungsgebühren für die 16 kreiseigenen Sport- und Turnhallen angehoben. Die neue Satzung wurde im Kreistag von allen Blockparteien – gegen die Stimmen der NPD – angenommen.

Sportlandschaft erhalten    

Gerade im ländlichen Raum haben Sportvereine ohnehin ums Überleben zu kämpfen. Anhaltende Perspektivlosigkeit, Sozialabbau und Arbeitslosigkeit führten zum Wegzug tausender Bürger und dem Wegbrechen vorhandener Strukturen. Etliche Vereine haben diesen Kampf bereits verloren und existieren heute nicht mehr. Eine umfassende Förderung der verbliebenen Freizeitangebote sollte deshalb jedem verantwortungsbewussten Volksvertreter am Herzen liegen. Doch im Kreistag stimmten die Fraktionen von CDU, SPD, Grüne, Linke, AfD/FW sowie FDP/Piraten/AB/EB für die Anhebung der Gebühren der Turnhallennutzung.

Vereinssterben stoppen

Während der Aussprache zu diesem Vorhaben der Kreisverwaltung nutzte lediglich die NPD die Möglichkeit, das Wort zu ergreifen. Dabei prangerten die Nationalen die negativen Begleiterscheinungen an, die mit der neuen Gebührenkalkulation verbunden sind. Der Friedländer Stadtvertreter Hannes Welchar (NPD) erinnerte daran, dass viele Vereine ihre Mitgliedsbeiträge anheben müssen, um die gestiegenen Kosten aufzufangen. Beispielsweise hat gerade erst die Stadt Friedland den örtlichen TSV 1814 zu einer höheren finanziellen Beteiligung gedrängt, woraufhin dort künftig die Beiträge steigen.

Widerstand gegen Sportembargo

Nach Ansicht Welchars wurde mit der Verabschiedung der Gebührenordnung ein weiterer Sargnagel für unsere Heimat gezimmert. Während auf der einen Seite der Landkreis nichts unversucht lässt, um sich – auch finanziell – für Asylanten einzusetzen, werden auf der anderen Seite die Sportvereine und somit die Bürger zur Kasse gebeten. Aus der Amtsstube des Landrats Heiko Kärger (CDU) heißt es immer wieder: Sparen, sparen, sparen! Schon jetzt ist sichtbar, dass auf lange Sicht die Kinder und Jugendlichen die ersten Leidtragenden dieser verantwortungslosen Kahlschlagpolitik sind. Die NPD setzt sich hingegen nachhaltig für den Erhalt und Ausbau sinnvoller Freizeitangebote sowie eine Unterstützung des Ehrenamts ein.

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