Nur noch halbe Krankenhäuser für Wolgast und Anklam

Den größten Etikettenschwindel des Jahres leistete sich die SPD-Sozialministerin Birgit Hesse. Ihre vollmundig angekündigte große Krankenhauslösung für die Region besteht faktisch darin, dass es künftig nur noch ein Hospital gibt, dessen Abteilungen aber auf zwei Standorte verteilt sind.

Wolgast verliert die Kinderheilkunde, die Frauenheilkunde und die Geburtshilfe an Anklam. Was übrig bleibt, ist kein Krankenhaus mehr, sondern bestenfalls die Zweigstelle eines solchen, beschränkt auf Notfallversorgung und Geriatrie. Was für eine abenteuerliche Kombination – ein Altersheim für kranke Senioren und ein Stützpunkt zur Behandlung von Notfallpatienten.

Ein krankes Kind darf man im Raum Wolgast jedenfalls nicht mehr haben.

Genauso wenig, wie man im Raum Anklam in eine gesundheitliche Notsituation geraten sollte. Die Fahrt nach Wolgast ist lang.

Richtig übel wird es, wenn Kinder Notfallpatienten werden. Anklam hat dann Kinderärzte, aber keine Notfallaufnahme. In Wolgast ist es genau umgekehrt. Schon daran zeigt sich, dass die Konstruktion so nicht funktionieren kann.

Die perfide Aktion der SPD-Sozialministerin dient nicht der Gesundheitsversorgung der Bürger. Vielmehr geht es darum. Zwietracht zwischen den Standorten Wolgast und Anklam zu säen. Sie sollen sich streiten und aufeinander losgehen, damit die Landesregierung außen vor bleiben und sich auch noch als grosser Retter präsentieren kann. Niemand sollte auf diesen Trick hereinfallen. Wer unbegrenzte Geldmittel für Ausländer übrig hat, der kann sich auch zwei Krankenhäuser leisten.

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