Besitzer des erstochenen Hundes bricht in Polizeiverhör zusammen

Vor zwei Wochen berichteten wir von einem Vorfall in Stralsund. Drei Ausländer, so berichtete uns der Hundebesitzer, hätten ihn angegriffen und dabei seinen Hund erstochen. Dies war auch der Inhalt seiner Strafanzeige und der Aussage, die er gegenüber der Polizei tätigte, was von uns genau so wiedergegeben wurde.

Im Polizeiverhör, wo er offenbar von Anfang an wie ein Beschuldigter behandelt wurde, ist er nun zusammengebrochen und erzählt genau das, was Polizei, Politik und Medien von ihm hören wollten. Daß die Tat nämlich nicht von Ausländern begangen worden sein soll, sondern von einem seiner Freunde, und um dies zu verdecken, habe er die zunächst angezeigte Geschichte erfunden

Also steht Aussage gegen Aussage. Daß seine zweite Einlassung glaubhafter ist als die erste, lässt sich nicht sagen. Im Griff der „richtigen“ Verhörbeamten sind schon ganz andere Leute auf Linie gebracht worden. Wir haben den entsprechenden Bericht vorläufig erst einmal von der Seite genommen, behalten uns aber vor, ihn wieder zu bringen, wenn sich im Verlauf des Strafverfahrens, das jetzt gegen ihn läuft, herausstellen sollte, dass die politisch unkorrekte Version, die Inhalt der Strafanzeige war, doch der Wahrheit entsprach. Möglich ist das durchaus, sogar eher wahrscheinlich. Was von Polizeiarbeit zu halten ist, wenn erst einmal politische Interessen im Spiel sind, sieht man schließlich tagtäglich beim NSU-Skandal.

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