Ausbeuter in der Tourismusbranche holen sich Inder, Vietnamesen und Polen

Niedrige Löhne, harte Arbeitsbedingungen, hohe Mieten – so sieht das Leben für Beschäftigte in der Gastronomie aus. Zum Beispiel in den Ostseebäder auf Usedom.

Die Hoteliers könnten bessere Löhne zahlen und die Arbeit erträglicher gestalten. Aber das stünde maximalen Profiten entgegen, die sie abgreifen wollen.

Die Politik könnte für günstigen Wohnraum sorgen – aber sie steckt in der Tasche der Ausbeuter.

So begibt man sich also auf die Jagd nach Billigkräften im Ausland. Da sich mittlerweile die Polen nicht mehr so bereitwillig mit Niedriglöhnen abspeisen lassen, schweift der Blick bis nach Indien.

In einem Jubelartikel der „Ostseezeitung“ vom 10.7 wird eine Hotel-Geschäftsführerin wie folgt zitiert:

„Eine Agentur vermittelte uns Personal aus Indien, das wir zu Fachleuten ausbilden und gern bei uns behalten würden.“

Ein Anderer aus der Branche sagt:

„Ohne ausländische Fachkräfte in der Küche, im Service und im Housekeeping kommen wir auf Dauer nicht mehr weit.“

„Auf der Insel werde seit Jahren beobachtet, dass Beschäftigte im Gastgewerbe immer häufiger ausländische Wurzeln hätten“, meint ein Funktionär der so genannten „Agentur für Arbeit“.

Und:

„Aktuell bemüht sich der Dehoga-Regionalverband Ostvorpommern darum, vietnamesische Auszubildende anzuwerben“.

Klarer kann man den Zusammenhang zwischen Masseneinwanderung und ausbeuterischem Kapitalismus nicht darstellen.

Bald können sie die Ostseebäder in „Sklavenküste“ umbenennen.

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