Kindesmissbrauch: Auch in Deutschland müsste die Kirche zahlen, bis sie bankrott geht

Im US-Bundesstaat Minnesota haben Opfer katholischer Priester, die als Kinder sexuell missbraucht wurden, ein Erzbistum verklagt. 450 Opfer erhielten 210 Millionen Dollar zugesprochen.

Das Geld soll nicht nur in Entschädigungen für die Betroffenen fließen, sondern auch der Finanzierung des Insolvenzverfahrens dienen, das dem Erzbistum jetzt bevorsteht.

Denn in den USA wird die Katholische Kirche für das jahrzehntelange Vertuschen sexuellen Kindesmissbrauchs richtig bestraft. Da, wo es ihr weh tut. Am Geldbeutel.

Das Erzbistum Los Angeles musste 2007 sogar 660 Millionen Dollar an 508 Opfer zahlen. Katholische Priester gehen ins Gefängnis. Selbst Bischöfe werden angeklagt.

Anders in Deutschland. Hier sind Kirchen und Parteienstaat so mafiaartig miteinander verfilzt, dass die Katholische Kirche ganz billig davon kommt. Die meisten Opfer werden mit ca. 5000 Euro abgespeist. In „begründeten Einzelfällen“ gibt es ein paar tausend Euro mehr.

Mit frommen Sprüchen geizt der heuchlerische Verein niemals.

Kardinal Reinhard Marx: „Wir sind erschrocken und tief erschüttert über das, was möglich war im Volk Gottes“.

Aber die Kasse bleibt zu, wenn es irgendwie geht.

Hier wünscht man sich wirklich einmal ausnahmsweise Verhältnisse wie in den USA. In der BRD kann einem nur schlecht werden.

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