Kommunalpolitik machen und zusehen, wie die AfD das Parteiensystem demoliert – das ist es, was die NPD im Augenblick tun kann.

Manchmal ist man aufs Zuschauen beschränkt. Das geht aber in Ordnung, wenn der Film gut ist.

Die AfD macht sich im Augenblick nützlich, indem sie die tragenden Säulen des BRD-Systems beschädigt. Das sind CDU und SPD. Sie waren jahrzehntelang die Garanten der Stabilität des Staates. Durch die AfD-Wahlsiege verlieren sie in hohem Maße Mandate, was sich verheerend auf ihr Postenverteilungssystem auswirkt.

Sie sind geschwächt und können ihre systemerhaltende Funktion immer weniger ausüben.

Das nützt allen, die die herrschenden Verhältnisse ablehnen.

Zwar verbreitet die AfD NPD-Inhalte nur aus Berechnung. Aber immerhin tut sie es, zersetzt damit das linksliberale Meinungsklima, spaltet die so genannte Gesellschaft und schrumpft CDU und SPD.

Solange die AfD die Balance hält zwischen Rebellentum und Angepasstheit, nützt uns das bei überregionalen Wahlen wenig. Aber so eine Balance kann auch kippen. Nähert sich die AfD zu sehr den Etablierten an, wird rechts von ihr Raum frei.

Bewegt sie sich noch weiter nach rechts, wird sie vielleicht tatsächlich zu einer zweiten NPD.

Warten wir es ab, sehen wir zu, und kümmern wir uns um unsere Kommunen.

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