Anklam: NPD, CDU und eine lokale Wählerinitiative stimmen einen Pro-Asyl-Antrag von SPD und der Linken nieder.

In der Stadtvertretersitzung vom 17.10.2019 brachten SPD und die Linke einen Antrag ein, der Anklam zum „sicheren Hafen“ für „Flüchtlinge“ erklären sollte.

Es gibt nämlich eine Initiative „Seebrücke – schafft sichere Häfen“, deren Hauptanliegen es ist, möglichst viele über das Mittelmeer nach Europa gelangte Asylanten in deutschen Städten unterzubringen.

Hierzu sollen sich die Kommunen freiwillig melden. 50 Städte sind angeblich schon dabei.

Greifswald, Rostock und Neubrandenburg machen mit, was Angela Merkel sicherlich aufmerksam registriert haben dürfte. Jetzt weiß sie, wo sie die nächste Million hinschicken kann.

Der Anklamer CDU und den Initiativen für Anklam war die Sache aber wohl zu heiß, vielleicht auch im Hinblick auf die letzten Wahlergebnisse.

Jedenfalls votierten sie dagegen, sogar in namentlicher Abstimmung.

Während sie sich hinter Zuständigkeitsfragen versteckten, redete die NPD Klartext.

Der Fraktionsvorsitzende Michael Andrejewski wies darauf hin, daß es nur die wohlhabenden Syrer nach Deutschland schaffen, denn nur sie können die Honorare für die Schlepperorganisationen aufbringen.

Ihre armen Landsleute lassen sie zurück. Soll man solche Leute, die selbst keine Solidarität kennen, auch noch mit einer Vorzugsbehandlung belohnen?

Auch der Begriff „Flüchtling“ passt nicht. Wer sich in Sicherheit gebracht hat – etwa in Italien oder Griechenland – ist nicht mehr auf der Flucht. Zieht er weiter nach Deutschland, geht es um Geld und weiter nichts.

Auch nach diesen Ausführungen lautete das Abstimmungsergebnis 15:5 gegen die Linken und ihre Seebrücke.

Der „Nordkurier“ berichtete zwar über die Debatte, erwähnte die NPD aber mit keinem Wort.
CDU und NPD gegen Linke und SPD – das passt wohl gar nicht in das Weltbild der Qualitätsjournalisten.

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