Bundesparteitag in Riesa – die Partei stellt sich neu auf, um auch während der Hochphase der AfD aktiv und für das System lästig und gefährlich zu bleiben!

Am vergangenen Wochenende hielt die NPD ihren Bundesparteitag im sächsischen Riesa ab.

Während die Öffentlichkeit ihre ganze Aufmerksamkeit auf das AfD-Treffen in Braunschweig richtete, konnte in aller Ruhe darüber beraten werden, welche Möglichkeiten der NPD in der augenblicklichen Situation noch bleiben.

Zunächst war eine realistische Lageanalyse gefragt.

Und die lautete:

• Überregionale Wahlen werden bis auf Weiteres von der AfD dominiert.

• Der NPD ergeht es momentan wie einer Firma, deren Produkt von einem Konkurrenten viel billiger angeboten wird.

• Und in der Tat- wer sich für die NPD, etwa als Kandidat, engagiert, zahlt einen höheren Preis als einer, der für die AfD antritt.

Der Billigtarif für die AfD:

• Man darf Beamter bleiben, sogar Richter, und auf die Pension hoffen.

• Riskiert nicht den Arbeitsplatz

• Man bekommt einen Waffenschein.

• Wird zu Talkshows eingeladen.

• Wird in der Presse erwähnt, häufig wohlwollend.

• Erhält eine Schonbehandlung vom Verfassungsschutz.

• Ebenso von der Justiz. Wofür ein NPD-Vertreter verurteilt würde, führt nicht einmal zu einer Anklage.

• Versammlungslokale sind viel leichter zu bekommen.

Da greifen politische Schnäppchenjäger gerne zu, auch unter den Wählern.

Natürlich könnten sie sich fragen, warum der Preis so niedrig ist. Wer eine nationale Politik will und das herrschende System ernsthaft ablehnt, ist der wirklich richtig bei einer Partei, die von demselben System so freundlich akzeptiert und bevorzugt wird?

Aber das fragen sich die Freunde des Billigen nie – auch nicht beim Günstig-Flug nach New York für ein paar Euro und dem Kilo Schweinefleisch für 99 Cent.

Bis den Leuten klar wird, dass die Privilegierung der AfD doch ihren politischen Preis hat, oder bis diese Privilegierung endet, muss die NPD ohne überregionale Wahlerfolge auskommen.

Aber es bleiben Lücken, in die sie hineinstoßen kann.

Nämlich:

• Kommunalwahlen. Die AfD hat nicht genug Kandidaten, um überall anzutreten. Oftmals verfügen wir dafür über Leute, wo sie niemanden aufbieten können. Es bietet sich an, unsere Kommunalvertreter zu vernetzen und sie bundesweit zu koordinieren. Auch spricht nichts dagegen, für eine bestimmte Kommunalwahl mal eben mehrere Dutzend Leute zusammenzuziehen, die wochenlang in einer Kleinstadt Wahlkampf machen.

• Womit wir sogleich im nächsten Frontabschnitt wären: Medienarbeit. Es sei nur an Altenstadt erinnert und den Wirbel, den Stefan Jagsch dort veranstaltet hat. Auch durch Aktionen wie die Demonstration in Hannover kann die Schweigemauer der Medien durchbrochen werden. Zumal erhebliche Teile des linken Spektrums dazu übergehen, die AfD mit der NPD in Verbindung zu bringen. So bleiben wir im Gespräch.

• Und natürlich Internetarbeit – ein effektives und kostengünstiges Propagandainstrument.

Als kleiner, kompakter, gut organisierter, ihre Finanzmittel mit Bedacht einsetzender politischer Kampfeinheit, die immer wieder einmal kleine Erfolge auf kommunaler Ebene oder medial erzielt, bleibt der NPD genügend Manövrierraum, solange die AfD-Erfolgswelle anhält.

Ewig wird die auch nicht währen.

Dank der Hassfigur Merkel, der Großen Koalition und der Schonbehandlung genoss die AfD optimale Entwicklungsbedingungen. Doch das kann sich alles ändern.

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