Überalterung in den Usedomer Kaiserbädern anscheinend kein Thema

Bereits im Vorfeld der vergangenen Kommunalwahlen beschäftigten sich nationale Bürger mit aktuellen Problemen in den Kaiserbädern auf der Insel Usedom.Im Rahmen des Einwohneranfragenrechts wurde unter anderem nach der augenscheinlichen Überalterung in der Gemeinde gefragt.

So wollte , der neben Enrico Hamisch mittlerweile zum Gemeindevertreter gewählt wurde, vom Bürgermeister wissen, wieviele Neugeborene seit 1990 in den Kaiserbädern begrüßt wurden. Wieviele Einwohner seitdem verstorben und wieviele Heringsdorfer weggezogen sind. Allgemein wären für den Familienvater ebenso Zahlen und Fakten zur Altersstruktur in den Kaiserbädern interessant gewesen.
Eine Erfassung von demographischen Daten ist aus nationaler Sicht notwendig, um zukunftsorientierte Entscheidungen zum Wohle des Volkes und der Gemeinde treffen zu können. Doch statt der Zahlen gab es nur ein Antwortschreiben des Bürgermeister mit dem Inhalt, daß er die Anfrage nicht beantworten könne, da u.a. keine lückenlosen Angaben vorliegen. Man solle sich doch bitte an das Statistische Landesamt wenden. Gesagt – getan, doch das Ergebnis ist alles andere als positiv.
Auch in den Kaiserbädern steht die Alterspyramide Kopf
Während in den heutigen Gemeindegrenzen noch im Jahr 1971 insgesamt 12.778 Einwohner erfaßt worden sind, wohnen derzeit nur noch 9.443 Einwohner in Heringsdorf, zur Wende waren es 11.500. Der Altersdurchschnitt liegt bei 46,2 Jahren, wobei der Anteil der über 65-Jährigen an der Gesamteinwohnerzahl knapp ein Viertel ausmacht.
Allgemein ist der Altersdurchschnitt in Mecklenburg-Vorpommern seit 1990 um 8,9 Jahre gestiegen. Die Heringsdorfer Altersstruktur liegt sogar noch über den landesweiten Wert von 44,7 Jahren (laut Statistisches Landesamt). Angesichts dessen stößt die Unkenntnis des Bürgermeisters hinsichtlich der demographischen Überalterung in seiner Gemeinde auf Unverständnis bei den nationalen Gemeindvertreter. Die NPD-Fraktion in der Gemeindevertretung Heringsdorf wird dieses – von den Lokalpolitikern anscheinend vernachlässigte – Problem auch zukünftig im Auge behalten.

 

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