Wendehals Dr. Manthei macht`s möglich – über 7000 AfD-Wähler landen bei der CDU

Ohne ein entsprechendes Wahlergebnis erzielt zu haben, verfügt die CDU jetzt über ein Abgeordnetenmandat für den Wahlkreis Vorpommern-Greifswald II.

Denn der ehemalige AfD-Kandidat Dr. Matthias Manthei lief, nach einem Zwischenspiel bei den Freien Wählern, zur CDU über, in deren Landtagstruppe er den Status eines geschätzten Gastes genießt mit allen Rechten eines Fraktionsmitgliedes.

Mit heftigen Angriffen auf die erstarrten Etablierten – CDU inklusive – hatte Dr. Manthei mit 31,6% der Stimmen das Direktmandat errungen. Das waren über 7000 Erststimmen.

Diese Wähler waren mit ihm einer Meinung, daß es mit den Altparteien nicht so weiter gehen konnte. Daß man eine neue Kraft benötigte.

Mittlerweile ist die CDU noch älter geworden und kein Stück besser, als sie damals war. Eher übler, wenn man an die Geschichten über Caffiers Ferienhaus und Ähnliches denkt.

Trotzdem beschloss Dr. Manthei, Protestwähler gegen die Etablierten einfach mal ins Lager der CDU zu verfrachten, wo sie nie hinwollten. Angeblich hätte er erst nach dem Wahlkampf bemerkt, daß ihm die AfD zu rechts war. Eine AfD, die mit Parolen arbeitete, die denen der NPD nicht selten zum Verwechseln ähnlich waren.

Dagegen hatte er nichts. Gern ließ er sich auch von NPD-Inhalten in den Landtag tragen.

Wie so etwas passieren konnte?

Der Mann war Richter und hatte demzufolge einen angepassten, systemtreuen Lebenslauf hinter sich. Solche Leute zieht es immer zu den Herrschenden zurück, zumal dann, wenn auch nur ein wenig Druck gemacht wird.

Schon knicken sie ein. Er wird nicht der Letzte sein.

Gerade hat der SPD-Innenminister von Thüringen angekündigt, daß alle Beamten, die sich offen zum „Flügel“ bekennen, mit Disziplinarmaßnahmen rechnen müssen. Merke: Eine verbeamtete Rebellion funktioniert nicht. Staatsdiener kriechen sofort zu Kreuze, wenn es ernst wird.

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